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25
Sep 2019
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Zur Berichterstattung über den kommunalen Krankenhausverbund Gesundheit Nord (GeNo) der zurückliegenden Tage gibt Heidrun Pundt, Mitglied des Vorstandes des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe Nordwest e.V., folgende Stellungnahme zur Situation von Pflegefachpersonen in Bremer Krankenhäusern ab:

  • Über mehrere Jahrzehnte – seit der Einführung eines neuen Abrechnungssystems der Krankenhausbehandlungen – ist das Pflegepersonal als Kostenfaktor und Verfügungsmasse verschoben, reduziert und degradiert worden. Im Ergebnis ist der Pflegeberuf immer und unattraktiver geworden. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung geben viele Pflegefachpersonen auf oder reduzieren ihre Arbeitszeit.
  • Es ist ganz eindeutig festzuhalten, dass die Schieflage der GeNo nicht am Pflegepersonal liegt, sondern an einer fehlgesteuerten Personalpolitik der letzten Jahre. Diese hat den wirtschaftlichen Erfolg über die Sicherheit der Patienten gestellt.
  • Mittlerweile ist in Bremen eine Situation entstanden, die eine drohende Insolvenz der GeNo in den Mittelpunkt stellt. Tatsächlich muss alle Konzentration darauf liegen dem dramatischen Fachkräftemangel in der Bremer Krankenhauspflege zu begegnen, um das Vertrauen von Pflegefachpersonen wieder zu gewinnen.
  • Den politisch Verantwortlichen muss klar sein, dass alles Handeln den Ursachen gelten muss. Die finanzielle Schieflage der GeNo ist nur ein weiteres Symptom Ohne qualifiziertes Pflegefachpersonal kann es keine gute Gesundheitsversorgung in Bremen geben. Wir warnen ausdrücklich vor einer weiteren Aushöhlung der Personalschlüssel in der Pflege durch Übertragung von Aufgaben an Hilfspersonal.
  • Wir fordern eine zielgerichtete, den Bedarfen der Bevölkerung angepasste Strategie, die die Gesundheitsversorgung in Bremen auf lange Sicht sicherstellt. Nur so kann man Pflegefachpersonen wirksam gewinnen und halten.
  • Bevor jetzt mit Symbolpolitik an den Symptomen herumgedoktert wird, sollten sich alle Beteiligten mit aller gebotenen Ernsthaftigkeit und Konstruktivität an einen Tisch setzen. Gerne bieten wir uns für diesen Dialog als Gesprächspartner an.

 

Die Pressemitteilung finden Sie hier zum Download.

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