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21
Feb 2014
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Der Bremer Pflegerat stellt mit Bedauern fest, dass bei der Veranstaltung „Pflege-Was muss sich ändern?“ der Bremer Arbeitnehmerkammer vom 19.02.2014 keine neuen Erkenntnisse vorgestellt werden konnten.

Das Institut für Arbeit und Wirtschaft (IAW) der Universität Bremen hatte 2013 im Auftrag der Arbeitnehmerkammer 21 (!) Interviews (teils in Gruppen) mit unterschiedlich qualifizierten Beschäftigten aus der Pflege, durchgeführt.

Wenig überraschend sind die, seit viele Jahre bekannten, Ergebnisse der Befragung. Zusammengefasst sind die Arbeitsbedingungen miserabel und fremdbestimmt, es gibt zu wenig Personal in allen Bereichen der Pflege und die Bezahlung ist nicht annähernd Leistungsgerecht. Die fleißige, aber redundante Erhebung des IAW bringt nun ein weiteres Mal jene Missstände ans Tageslicht, die seit Jahren nicht nur geduldet, sondern von Kostenträgern, Arbeitgebern und Politik ausdrücklich angestrebt worden sind – aus Kostengründen.

„Es gibt in der Pflege kein Erkenntnisproblem. Jede „Forschungsschleife“ ist ein politisches Feigenblatt und bringt den Verantwortlichen nur noch mehr Zeit zum Verschleppen von Verbesserungen“, erläutert Ilona Osterkamp, Vorsitzende des Bremer Pflegerats.

Der Bremer Pflegerat fordert die sofortige Umsetzung von Lösungen für die Pflege. Berufliche Selbstbestimmung, bessere Arbeitsbedingungen, mehr gut ausgebildete Kollegen, leistungsangemessene Bezahlung. 

Zentrale Aussage der gestrigen Veranstaltung war, dass es auf die aktive Gestaltung des laufenden Strukturwandels in der Pflege ankomme. Dies unterstreicht der Bremer Pflegerat ausdrücklich.

Zurzeit haben die Pflegenden überhaupt keinen Einfluss auf diesen Strukturwandel. Dieser wird hinter verschlossenen Türen von Akteuren vorangetrieben die aus monetären Gesichtspunkten heraus handeln. Die Pflege und damit wir Pflegenden sind heute Verfügungsmasse für die Kostensenker in Heimen, Krankenhäusern und den ambulanten Pflegediensten. „Wir bekommen nur seit Jahren die Ergebnisse dieser intransparenten Runden zu spüren“ so Heidrun Pundt, stellvertretende Vorsitzende Bremer Pflegerat.

Der gestrige Appell mit Verweis auf die Gewerkschaften ist dabei keine Lösung. Diese haben kein Mandat, sich über die notwendigen zukünftigen Strukturen im

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