Aktuelles

27
Feb 2015
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Mit großer Sorge und großem Unverständnis muss der Bremer Pflegerat zur Kenntnis nehmen, dass es offensichtlich konkrete Bestrebungen gibt, eine Opposition gegen eine Pflegekammer vor der Bremer Bürgerschaftswahl aufzubauen.

Alle Bremer Betriebsräte aus der Pflegebranche, unter anderem eine gelernte Erzieherin im Namen des Betriebsrates eines Wohlfahrtsverbandes und verschiedene Vertreter von Ver.di, die nicht dem Pflegeberuf zugerechnet werden, sind zu einem
Vorbereitungstreffen gegen die Gründung einer Pflegekammer in Bremen ins DGB Haus eingeladen, mit dem Ziel ein Gespräch mit Herrn Bürgermeister Börnsen vorzubereiten.

Angekündigt als Referentin ist Carola Bury von der Arbeitnehmerkammer. Sie soll zur Pflegekammer Daten und Fakten mitteilen und Fragen beantworten. Frau Bury, zuständig für Gesundheitspolitik aber keinesfalls Expertin für die Pflegeprofession, ist bekannter Maßen eine Gegnerin der Einrichtung einer Pflegekammer in Bremen.

Es ist niemand eingeladen, der das Fachwissen besitzt, objektiv über eine Pflegekammer zu referieren. Es sind nicht explizit Pflegefachkräfte eingeladen, wie zum Beispiel Vertreter des Bremer Pflegerates oder Vertreter der Pflege-Berufsverbände, sondern lediglich Betriebsräte

Der Bremer Pflegerat bewertet dieses Vorgehen als undemokratisch und vorsätzlich einseitig. Wieder einmal maßen sich Pflegefremde an zu entscheiden, was für Pflegende gut und richtig ist. Die Pflegefachpersonen sind die zahlenmäßig größte Berufsgruppe – alles potentielle Wählerinnen und Wähler.

Der Bremer Pflegerat fordert die Politik dringend auf, sich diesem einseitigen, undemokratischen und an den Interessen der Pflegenden vorbei gehenden Handeln nicht an zu schließen.

Bremen braucht dringend eine Befragung aller beruflich Pflegenden zur Errichtung einer Pflegekammer, um weiteres fremdbestimmtes Handeln über die Interessen der Betroffenen zu vermeiden.

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